Schwangerschafts- und Ovulationstests
Schwangerschafts- und Ovulationsschnelltests stellen einen zuverlässigen und unkomplizierten Weg dar, eine Schwangerschaft zu erkennen, beziehungsweise den Zeitpunkt des Eisprungs zu bestimmen. Beide Tests sind nicht verschreibungspflichtig und somit in Apotheke und Drogeriemarkt, sowie im Internet zu einem Bruchteil des Preises erhältlich.
Der Schwangerschaftstest für zu Hause wird auch Urin- oder Stäbchenschnelltest, in der Fachsprache hCG-Test, genannt. Das Ergebnis basiert auf dem Nachweis des Hormons hCG (daher der Name hCG-Test). Jenes Hormon wird bei einer Schwangerschaft von der sich entwickelnden Plazenta produziert. Die im Urin enthaltenen hCG-Antigene binden an die Antikörper auf dem Teststreifen. Dadurch wird eine Färbung ausgelöst, welche ein positives Testergebnis anzeigt. Die hCG-Konzentration im Urin ist allerdings erst 14 Tage nach der Befruchtung hoch genug, um nachgewiesen zu werden. Erst zu dem Zeitpunkt ist der Schwangerschaftstest also anwendbar und aussagekräftig. Doch da die fruchtbaren Tage ungefähr in der Zyklusmitte liegen, bleibt zu dem Zeitpunkt, ab dem der Test angewendet werden kann, auch die Regelblutung einer schwangeren Frau aus. Aufgrund dieses Indizes werden natürlich auch die meisten Schwangerschaftstests angewendet.
Ovulationstest, auch LH-Tests genannt, dienen der Bestimmung des Zeitpunkts des Eisprungs (Ovulation - fruchtbare Tage der Frau). Die 72 Stunden vor, sowie die 24 Stunden nach dem Eisprung sind die fruchtbaren Tage einer Frau. Ist der Tag der Ovulation bekannt, ist es möglich den Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs zu planen und somit die Chance auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. Bei dem Test wird das Urin auf den Gehalt des luteinisierenden Hormons (LH, gelbfärbendes Hormon) überprüft. Dieses Hormon löst den weiblichen Eisprung aus und ist somit kurz vor der Ovulation in Blut und Urin vorhanden. Genau wie beim Schwangerschaftstest geschieht der Nachweis des Hormons mit Hilfe von auf dem Teststreifen enthaltenen Antikörpern, welche die LH-Antigene an sich binden. Eine Packung enthält meist mehrere Streifen, mit deren Anwendung circa am 11. Tag des Zyklus begonnen werden sollte, da um diesem Zeitpunkt herum frühestens die fruchtbaren Tage einsetzen (der Eisprung findet normalerweise am 14. Zyklustag statt). Ein negatives Testergebnis bedeutet, dass noch kein LH ausgeschüttet wurde. In diesem Fall sollte der Test am nächsten Tag wiederholt werden.
Die zuverlässigsten Ergebnisse bieten sowohl der Schwangerschafts-, als auch der Ovulationstest, wenn sie nach dem Aufstehen benutzt werden, da die Hormonkonzentration im Morgenurin am höchsten ist. Bei gesunden Frauen und korrekter Anwendung der Tests, haben dann beide Tests eine Zuverlässigkeit von nahezu 99 Prozent.